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Geschichte
der Marienkapelle
Die Kapelle "Maria zur immerwährenden Hilfe" ist
in den Jahren 1798-1803 von der Familie Johannes Hammele zusammen
mit den Bürgern von Gerau gebaut worden.
Anlass für den Bau der Kapelle war der Erwerb
einer lebensgroßen Marienstatue von der Pfarrgemeinde Tannhausen.
In Tannhausen sollen damals auf die Fürsprache
der Gottesmutter Maria zahlreiche Wunder geschehen sein, und Tannhausen
war auf dem besten Weg, ein Wallfahrtsort zu werden. Das aber
wollte der damalige Pfarrer von Tannhausen nicht, weil er eine
große Gemeinde zu betreuen hatte, und obendrein auch noch den
Pfarrhof zu bewirtschaften hatte. Deshalb
verkaufte er die Marienstatue für 75 Gulden und 7 Morgen Land
(Wiesen im Brühl) an Johannes Hammele in Gerau. Nachdem in Tannhausen
1960 die Kirche räumlich erweitert worden war, kam die Marienstatue
auf vielfachen Wunsch wieder in die Pfarrkirche von Tannhausen
zurück.
Dafür
erhielt die Kapelle in Gerau die Statuen vom linken Seitenaltar
aus der Pfarrkirche von Tannhausen: in der Mitte die Marienstatue,
links die Heilige Elisabeth und rechts Sankt Leonhard.
Widrige Zeitumstände (Kriege und Inflationen)
haben es nicht zugelassen, dass die Kapelle in einem ordentlichen
Zustand gehalten werden konnte. 1943 stürzte der massive Turm
ein und hat den Innenraum der Kapelle schwer beschädigt. Ein Notdach
musste damals errichtet werden. Während des Zweiten Weltkrieges
wurde auch die Glocke mit der Inschrift "Maria zur immerwährenden
Hilfe" und die Jahreszahl "1803" abgenommen und eingeschmolzen.
Im
Jahre 1950 wurde wieder eine Glocke erworben und ein Holzturm
gebaut. Von 1984 bis 1990 ist die Kapelle grundlegend erneuert
worden. 1991 wurde der jetzige Massivturm erstellt. Im Jahre 1992
konnte eine neue Glocke mit elektronischem Läutwerk angeschafft
werden.
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